Allgemeine
Geschäfts-
bedingungen (AGB)
1. Geltungsbereich und Vertragspartner
Diese AGB gelten für alle zahnärztlichen und dentalhygienischen Leistungen der Fachzahnarztpraxis Dr. med. dent. Frauke Berres GmbH, Aeschenvorstadt 21, 4051 Basel («Praxis»). Vertragspartnerin ist die Fachzahnarztpraxis Dr. med. dent. Frauke Berres GmbH. Die Patientin oder der Patient anerkennt diese AGB mit der Unterschrift auf dem Gesundheitsfragebogen. Massgebend ist die Fassung, die zum Zeitpunkt der Unterschrift gilt. Bei Minderjährigen und bei Personen mit gesetzlicher Vertretung gelten die AGB auch für die gesetzliche Vertretung, die für das Honorar haftet. Individuelle schriftliche Vereinbarungen, etwa ein unterschriebener Kostenvoranschlag oder ein Anmeldeschein für Patientinnen und Patienten mit Ergänzungsleistungen oder Sozialhilfe, gehen diesen AGB vor.
2. Tarif, Taxpunkte und Kostenvoranschlag
Die Praxis rechnet nach dem Tarifsystem DENTOTAR® der Schweizerischen Zahnärzte-Gesellschaft SSO ab. Der Tarif wurde zusammen mit der Medizinaltarif-Kommission UVG erarbeitet, ist seit 1. Januar 2018 in Kraft und umfasst mehr als 500 Einzelleistungen.
Jeder Leistung ist eine Taxpunktzahl (TP) zugeordnet. Sie widerspiegelt den Zeitaufwand und den Schwierigkeitsgrad der zahnärztlichen Leistung. Der Preis einer Leistung ergibt sich aus der Taxpunktzahl multipliziert mit dem Taxpunktwert (TPW).
Behandlung durch Fachzahnärzte und Zahnärzte: Taxpunktwert 1.25
Dentalhygiene und Prophylaxe: Taxpunktwert 1.15
Unfall- Militär- und Invalidenversicherung, Ergänzungsleistungen und Sozialhilfe (siehe unten): Taxpunktwert 1.00
Für Pflichtleistungen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (KVG) gilt bis auf Weiteres der bisherige Zahnarzttarif mit einem Taxpunktwert von CHF 3.10. Leistungen, die eine Zusatzversicherung für Zahnbehandlungen (VVG) deckt, werden nach DENTOTAR® abgerechnet; die Rechnung kann bei der Krankenkasse eingereicht werden.
Zahntechnische Laborarbeiten, Implantate und besondere Materialien werden separat verrechnet.
Auf Wunsch und bei grösseren Behandlungen erstellt die Praxis einen schriftlichen Kostenvoranschlag. Er ist eine Schätzung und gilt 3 Monate. Zeichnet sich ab, dass die Kosten den Kostenvoranschlag um mehr als 15 % übersteigen, informiert die Praxis vor der Weiterbehandlung.
3. Anzahlungen, Teilrechnungen und Behandlungsabbruch
Bei Behandlungen mit voraussichtlichen Kosten über CHF 2'000 oder mit zahntechnischen Laborarbeiten kann die Praxis eine Anzahlung von bis zu 50 % verlangen. Die Behandlung beginnt in diesem Fall nach Eingang der Anzahlung.
Längere Behandlungen werden nach Behandlungsabschnitten oder vierteljährlich in Rechnung gestellt.
Bricht die Patientin oder der Patient eine Behandlung ab, schuldet sie bzw. er die bis dahin erbrachten Leistungen sowie bereits bestellte Labor- und Materialkosten.
4. Zahlungsbedingungen und Mahnwesen
Rechnungen sind innert 30 Tagen ab Rechnungsdatum zahlbar. Die Patientin oder der Patient ist Honorarschuldner/in, auch wenn eine Krankenkasse, eine Zusatzversicherung oder ein Amt Kosten zurückerstattet.
Zahlungserinnerung (nach Ablauf der Zahlungsfrist): kostenlos
1. Mahnung: nach Ablauf der Frist der Zahlungserinnerung, spätestens 45 Tage nach Rechnungsdatum: CHF 20.00
2. Mahnung: nach Ablauf der Frist der 1. Mahnung, spätestens 60 Tage nach Rechnungsdatum: CHF 30.00
Ab Ablauf der Zahlungsfrist ist zusätzlich ein Verzugszins von 5 % pro Jahr geschuldet. Bleibt auch die 2. Mahnung unbezahlt, leitet die Praxis die Betreibung ein oder beauftragt ein Inkassobüro.
Zur Durchsetzung offener Forderungen entbindet die Patientin oder der Patient die Praxis insoweit vom Berufsgeheimnis, als die Praxis dem Betreibungsamt, einem Inkassobüro oder einem Gericht die dafür nötigen Angaben weitergeben darf.
5. Versäumte und zu spät abgesagte Termine
Termine, die nicht mindestens 24 Stunden im Voraus abgesagt werden, kann die Praxis nach reserviertem Zeitaufwand in Rechnung stellen. Grundlage sind die Tarifpositionen für versäumte Sitzungen (4.0130 Zahnarzt, 4.0140 Dentalhygiene, 4.0145 Prophylaxe), je pro 15 Minuten. Diese Kosten übernehmen Krankenkassen, Versicherungen und Ämter in der Regel nicht.
6. Ergänzungsleistungen, Sozialhilfe und Sozialversicherungen
Wer Ergänzungsleistungen oder Sozialhilfe bezieht oder wessen Behandlung über die Unfall-, Militär- oder Invalidenversicherung läuft, meldet dies der Praxis vor Behandlungsbeginn. Ändert sich dieser Status, meldet sie bzw. er dies unverzüglich.
Bei Unfall-, Militär- und Invalidenversicherung rechnet die Praxis nach dem Zahnarzt-Tarif UV/MV/IV direkt mit dem Versicherer ab. Für Patientinnen und Patienten mit Ergänzungsleistungen oder Sozialhilfe gilt zusätzlich der separate Anmeldeschein der Praxis.
Bis zur Meldung eines Bezugs von Ergänzungsleistungen oder Sozialhilfe gilt der Privattarif der Praxis. Eine nachträgliche Neuausstellung von Rechnungen nach dem Zahnarzt-Tarif UV/MV/IV erfolgt nur auf Wunsch und gegen eine Umtriebsentschädigung von CHF 40 pro Rechnung.
7. Datenschutz, anwendbares Recht und Schlussbestimmungen
Die Bearbeitung von Personendaten richtet sich nach der Datenschutzerklärung der Praxis.
Sämtliche Rechtsbeziehungen unterstehen ausschliesslich dem Schweizer Recht. Ausschliesslicher Gerichtsstand ist Basel-Stadt.
Die Praxis kann diese AGB anpassen. Neue Fassungen gelten für eine Patientin oder einen Patienten ab der nächsten Unterschrift auf dem Gesundheitsfragebogen. Sollte eine Bestimmung ungültig sein, bleiben die übrigen Bestimmungen gültig.
(Fassung November 2026)
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